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Wie Banken jetzt Bausparer abzocken

Liebe Leser,

wenn Sie noch vor einigen Jahren einen heute gut verzinsten Bausparvertrag abgeschlossen haben, sollten Sie gut aufpassen. Denn Banken versuchen nun mit allen Mitteln, sich solcher Sparer zu entledigen. Nicht immer kommt es dabei zur offensichtlichen Kündigungen, wie Stiftung Finanztest und die Verbraucherzentralen jetzt offenlegen. Auf die folgenden Tricks sollten Sie unbedingt achten:

Die Bank macht Ihnen ein „besseres“ Angebot

Oftmals versuchen Banken nun, Kunden von einem neuen, angeblich besseren Angebot zu überzeugen, damit diese ihre gut verzinsten Altverträge freiwillig aufgeben. Werden Sie auf jeden Fll misstrauisch, wenn sich die Bank in dieser Sache bei Ihnen meldet. Oft wird dabei versucht, Druck zu machen – etwa mit einer zeitlichen Begrenzung des Angebots. Manchmal ist etwas Rechenarbeit nötig, um aufzudecken, wo Sie letztlich dann doch Geld einbüßen. Bedenken Sie: Die Bank hat keinerlei Vorteil davon, Ihnen tatsächlich ein Angebot zu unterbreiten, für dass sie mehr zahlen muss.

Die Bank bietet eine Ablösesumme an

Manche Bausparkassen gehen sogar soweit, Kunden für eine Kündigung einige hundert Euro Prämie zu zahlen. Aber die ist letztlich natürlich niedriger als der Betrag, den Sie an den Zinsen verdienen würden – sonst würde sich das Vorgehen für die Bank ja nicht lohnen.

Die Bank versucht, Sie zu einem Tarifwechsel zu „erpressen“

Einige Kreditinstitute greifen zu besonders dreisten Maßnahmen. Sie senden ihren Kunden Schreiben, in denen Sie offensiv zur Auswahl eines neuen Tarifs auffordern, oder fordern eine Nachzahlung nicht geleisteter Sparbeträge. Gleichzeitig drohen sie für den nächsten Schritt mit einer Kündigung. Dies ist in der Regel unzulässig. Wenn Sie ein solches Schreiben erhalten, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Anwalt oder die Verbraucherzentrale.

Die Bank kündigt

Es gibt einige Fälle, in denen die Kündigung Ihres Bausparvertrags rechtens ist (unten aufgelistet). Wenn Ihr Vertrag aber noch nicht so lange besteht und nicht voll bespart ist, sollten Sie ebenfalls mit einer Verbraucherzentrale oder einem Fachanwalt sprechen. Das lohnt sich besonders dann, wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen.

Wann die Bausparkasse den Bausparvertrag wirksam kündigen darf

  • Wenn die Bausparsumme komplett angespart ist
  • Wenn der Vertrag seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif ist (auch, wenn er noch nicht voll bespart ist)
  • Aber Achtung: Enthält der Vertrag einen Zinsbonus, so beginnt die Zehnjahresfrist frühestens, wenn der Bausparer Anspruch auf den Bonus hat! Das kann auch zehn Jahre nach Zuteilungsreife noch ausstehen.

Oleg Gerstner
Fachberater für Finanzdienstleistungen ( IHK )

Günter-Brand-Straße 1
90765 Fürth / Stadeln

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Registergericht: Amtsgericht München HR B 12345
Vermittlerregister (www.vermittlerregister.info): Register-Nr. D-HSS9-ZBYJ4-54
Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO (Versicherungsmakler), erteilt durch die IHK für
München und Oberbayern, Max-Josef-Str. 2, 80333 München,
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Vermittlerregister (www.vermittlerregister.info): Register-Nr. D-W-155-QSRJ-08
Erlaubnis nach § 34i Abs. 1 Satz 1 GewO (Immobiliardarlehensvermittler), erteilt durch die IHK für
München und Oberbayern, Balanstr. 55-59, 81541 München,
www.muenchen.ihk.de (Aufsichtsbehörde nach § 34i GewO)


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